Unser Konschdanzerle begeistert Tausende

Wie können wir die Idee von „83 – Konstanz integriert“ am besten erklären? Die Mitinitiatioren Till Hastreiter und Max Vogel hatten darauf schnell eine Antwort und kreierten das Konschdanzerle. Der Konstanzer Mundart-Dichter Alfred Heizmann lieh der von Max Vogel gezeichneten Figur seine Stimme.

Das 4-Minuten-Video erklärt alles, was man wissen muss, um Feuer zu fangen. Und das tun sehr viele! Wir waren selbst überrascht und begeistert davon, wie viele Menschen das Video bis jetzt schon gesehen und uns positive Rückmeldung gegeben haben:

Auf Facebook haben über 15.000 Menschen das Video gesehen. Über Vimeo bereits über 8000. Also hat es insgesamt schon knapp 25.000 Views. Wir sind überwältigt!

Wer es noch nicht kennt, kann hier reinschauen!

 

83 war da …

Wir haben an Konstanzer Türen eine Nachricht hinterlassen und gefragt: Haben Sie ein Zimmer frei? Prompt haben sich Menschen bei uns gemeldet – vielen Dank im Namen der Flüchtlinge!

Und auch danke an die vielen Helfer, die nachts für uns ausgeschwärmt sind!

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Portrait eines Neukonstanzers

Kamiran Haji konnte nicht ertragen, seine Kinder im Bombenhagel aufwachsen zu sehen. Er war Dozent für Malerei an einer Kunstakademie in Syrien und ist für die Zukunft seiner Kinder geflohen. Wir von 83 waren auf der Vernissage seiner Ausstellung in Konstanz – anschließend hat er uns seine Geschichte erzählt. Sehen und hören Sie im Video, was er zu sagen hat.

Ein Maler aus Aleppo

 

Kamiran Haji

 

Deshalb unterstützt Bürgermeister Osner 83 …

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Der Konstanzer Bürgermeister Dr. Andreas Osner steht dem Dezernat II für Soziales, Kultur, Bildung, Sport und Gesundheit vor. Und er unterstützt „83 – Konstanz integriert“. Er verbindet mit der Kampagne die Hoffnung, dass Flüchtlinge emotional ankommen und Vorurteile abgebaut werden.

Warum unterstützen Sie das Integrationsprojekt 83?
Es ist eine herausragende, innovative Idee. Einerseits weil es ganz praktisch um Begegnung und Wohnen geht, also auf menschliche Grundbedürfnisse abstellt. Andererseits verbinden Sie damit eine interessante Kampagne mit vielen kreativen Ideen. Das Besondere daran ist die Vielfalt und Kombination unterschiedlichster Kommunikationsformen, Symbole, Kunstvolles und Praktisches, Präsenzveranstaltungen und Internet, etc.
Ich möchte, dass das Projekt einen Erfolg hat, der nachhaltig ist.

Gibt es einen persönlichen Hintergrund für Ihre Unterstützung?
Meine Großmutter ist nach dem Krieg aus der damaligen Mark Brandenburg – heute das polnische Bundesland Westpommern – vertrieben worden. Sie hat sich mit ihren beiden Kindern ein Jahr lang quer durch Ostdeutschland durchgeschlagen und so ist meine Familie im Ruhrgebiet ansässig geworden. Man braucht aber keinen familiären Hintergrund, um sich für Flüchtlinge einzusetzen, das geht auch einfach so…

Was würden Sie sich wünschen, dass das Projekt 83 in Konstanz bewegt?
Dass der soziale Frieden in der Stadt bleibt. Dass Konstanz positive Erfahrungen mit Flüchtlingen macht. Dass Flüchtlinge auch emotional „ankommen“, Respekt erfahren. Dass über die Begegnung nachvollziehbare Ängste, aber auch Vorurteile abgebaut werden. Dass Flüchtlinge Bindungen aufbauen und Boden unter die Füße bekommen. Dass sich gute Beispiele herumsprechen und eine Basis für Zusammenleben und Zusammenhalt aller geschaffen wird. Dass glückliche Gastfamilien und die Kampagne einen Beitrag dazu leisten, unsere verunsicherte Gesellschaft gegen pauschale Vorverurteilung ein bisschen immuner zu machen.
Dass die Kampagne von vielen anderen übernommen wird.

Was benötigen Konstanzer und Flüchtlinge am dringendsten, damit Integration gelingt?
Menschenwürde. Kontakt. Bindung. Sicherheit. Selbstvertrauen. Sinn. Wertschätzung. Respekt. Menschenrechte im Kopf, Europäische Grundwerte im Blut.
Wie Sie sagen, dieses gilt für beide …

Welche Erfahrung haben Sie im Kontakt zu Flüchtlingen gemacht?
Mich bewegen die persönlichen Geschichten der Menschen sehr. Es ist nicht einfach, bei den schwierigen Lebensbedingungen, Belastungen und bedrückenden Erfahrungen der Flüchtlinge, ruhig zu bleiben und eine notwendige innere Distanz zu wahren. Ich bewundere die vielen professionellen und ehrenamtlichen HelferInnen und BetreuerInnen für ihre Kraft.

 

Foto: Stadt Konstanz

Deshalb unterstützt Bettina Gräfin Bernadotte 83 …

Bettina Gr‰fin Bernadotte, Insel Mainau 2015

Bettina Gräfin Bernadotte, die Geschäftsführerin der Mainau GmbH, ist Unterstützerin von „83 – Konstanz integriert“. Lesen Sie hier, weshalb sie diese Kampagne und auch Projekte wie „Café Mondial“ oder „Save-me“ wichtig für Konstanz hält.

Warum unterstützen Sie das Integrationsprojekt 83?
Weil ich mit den Menschen fühle, die ihre Heimat verlassen haben und sich in einem neuen Umfeld ein Leben aufbauen wollen und nach Alltag suchen. Darüber hinaus bin ich auch fest davon überzeugt, dass es nicht nur ein Geben ist. Die Menschen, die hier eine neue Heimat suchen, möchten sich einbringen, Teil unserer Gesellschaft werden und auch unsere Gesellschaft bereichern.

Gibt es einen persönlichen Hintergrund für Ihre Unterstützung?
Nein, die Menschlichkeit und das Mitfühlen sind meine persönlichen Anknüpfungspunkte.

Was würden Sie sich wünschen, dass das Projekt 83 in Konstanz bewegt?
Ich wünsche mir, dass die Menschen, die hier bei uns bleiben im besten Sinne integriert sind, dass sie eine sinnvolle Tätigkeit finden, ein soziales Umfeld, dass wir ein gutes Miteinander pflegen und uns gegenseitig neue Impulse geben.

Was benötigen Konstanzer und Flüchtlinge am dringendsten, damit Integration gelingt?
Das sind meiner Meinung nach Zeit, Orte und Offenheit für Dialog. Das Café Mondial hier in Konstanz finde ich eine gute Idee.

Welche Erfahrung haben Sie im Kontakt zu Flüchtlingen gemacht?
Wir von der Mainau GmbH haben im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit der „Save-me“-Gruppe Konstanz für acht Flüchtlinge einen passenden Arbeitsplatz in der Gastronomie bereitgestellt. Ziel von „save-me“ ist es, Flüchtlingen die Möglichkeit zu geben, Deutschkenntnisse zu erwerben und Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt in Deutschland zu bekommen. Darüber hinaus können sie so ihren Lebensunterhalt eigenständig verdienen. Ich habe vor allem wahrgenommen, dass die Flüchtlinge, die bislang in Zusammenarbeit mit „Save-me“ bei uns auf der Mainau gearbeitet haben, sehr motiviert sind. Sie suchen den Austausch und möchten gemeinsam mit uns die Zukunft gestalten. Das finde ich bemerkenswert und positiv.

 

Foto: Insel Mainau/Peter Allgaier

Zsamme auf dem Minarett gohts bessr!

Vor dem Kampagnenstart haben wir eine große 83 an der Konstanzer Moschee anbringen dürfen – am höchsten Minarett Deutschlands! Am Balkon in 25 Meter Höhe erstrahlt nun eine 83. Und das ging nur Hand in Hand mit der Feuerwehr, den Technischen Betrieben, der Stadt Konstanz, dem Schreinermeister Arnd Remensperger und natürlich der Mevlâna Moschee der Türkisch-Islamischen Gemeinde Konstanz! Vielen Dank an alle!

Sehen Sie im Video, ob die Kletterseile gehalten haben …

Big up for Wessenberg

Die engagierte Belegschaft vom Café Wessenberg hat seit September 2015 grosse Teile ihres Trinkgelds gesammelt und in eine Büchse geworfen. Aus dieser Büchse wurde ein Topf, aus dem Topf ein Eimer und aus dem Eimer ein Scheck für „83 – Konstanz integriert“. Es sind 1595 Euro geworden, die uns nun für die Flüchtlingsintegration zur Verfügung stehen.

Zsamme gohts einfach bessr – in jeder Hinsicht …

Das Team 83 sagt: Vielen Dank!

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P.S.:
Wer will, kann jederzeit unserem Projekt über den Guzlekorb Talente oder Geld spenden:
Spendenkonto:
IBAN: DE 66 6905 0001 0026 1159 98
Sparkasse Bodensee