Deshalb unterstüzt Prof. Carsten Manz 83 …

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Der Präsident der Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Prof. Dr. Carsten Manz steht hinter „83 – Konstanz integriert“. Nicht zuletzt, weil auch Hochschulen von einem multikulturellen Umfeld profitieren. Er wünscht sich, dass Vorbehalte ausgeräumt werden können und Zusammenhalt gestärkt wird.


Warum unterstützen Sie das Integrationsprojekt 83?
Integration gilt in meinen Augen als der entscheidende Erfolgsfaktor für Geflüchtete, die eine langfristige wirkliche Bleibeperspektive anstreben. Als Hochschule profitieren wir nicht nur von einem interdisziplinären, sondern auch von einem multikulturellen und multinationalen Umfeld. Deshalb gab es in jüngster Vergangenheit bereits einige Aktivitäten, um der aktuellen Flüchtlingsthematik im Rahmen unserer Möglichkeiten gerecht zu werden.

Gibt es einen persönlichen Hintergrund für Ihre Unterstützung?
Einen direkten persönlichen Hintergrund bedingt durch eigene Fluchterfahrungen gibt es nicht. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass wir uns in einem Komfortbereich bewegen, der von vielen als normal angesehen wird. Deshalb bin ich persönlich der Meinung, dass eine Beteiligung mit Augenmaß undiskutabel ist.

Was würden Sie sich wünschen, dass das Projekt 83 in Konstanz bewegt?
Sicherlich wünsche ich mir, dass die Kampagne tatsächlich als Ermutigungskampagne wahrgenommen wird, Vorbehalte ausräumen kann und zugleich den Zusammenhalt stärkt.

Was benötigen Ihrer Meinung nach Konstanzer und Flüchtlinge am dringendsten, damit Integration gelingt?
Flüchtlinge benötigen meiner Meinung nach dringend den Kontakt zu den Menschen unserer Stadt. Sie dürfen nicht isoliert bleiben. Sonst ist Integration kaum möglich. Als Hochschule bemühen wir uns unter Berücksichtigung gegebener Randbedingungen, Wege zu schaffen und Angebote zu realisieren. Neben der Einreichung eines mit der Uni Konstanz gemeinsam gestalteten Antrages zur Unterstützung durch die Landesregierung bieten wir bereits jetzt eine Vielzahl von Angeboten, die auch immer wieder der Presse zu entnehmen sind.

Welche Erfahrung haben Sie im Kontakt zu Flüchtlingen gemacht?
Aktuell sind tatsächliche studienrelevante Fälle kaum gegeben. Es hat sich gezeigt, dass die Zahl potenzieller Studierender mit Fluchthintergrund als eher gering einzustufen ist. Die HTWG Konstanz konnte sich in der Vergangenheit bereits durch Einrichtungen wie das Studienkolleg, das Interkulturelle Zentrum und das Akademische Auslandsamt profilieren. Dennoch gehen die Angebote, die aktuell ergänzend durch die Hochschule gestemmt werden, über das übliche Studienangebot bereits hinaus. Die Erfahrungsberichte der Kolleginnen und Kollegen sind durchaus positiv und gelten als bereichernd. Ich freue und bedanke mich zugleich für das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten.

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